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Rund ums Glas

 

Glas ist eine faszinierende Materie: Transparent, glitzernd und unendlich vielseitig.
So vielschichtig und abwechslungsreich wie das Land, in dem das Glas hergestellt und bearbeitet wird und die Leute, die sich mit dem Thema Glas beschäftigen.

Das Eisensteiner Tal kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition des Glasmachens zurückblicken und wartet so mit seiner Lage an der bekannten und beliebten Glasstraße, auch mit sehenswerten Ausflugszielen, sowie Wanderwegen zum Thema Glas auf.

 

Denn an die einst so berühmte Glasfertigung diesseits und jenseits der Grenze erinnern heute meist nur noch die Ortsnamen, unauffällige Überreste der Glashütten oder die Namen vieler bedeutender Familien von Glasmeistern und Glasfabrikanten, wie zum Beispiel Gerl, Adler, Hafenbrädel, Abele, Ascherl, Ziegler, Bloch und Schrenk.

 

 

Frühere Glashütten im Eisensteiner Gebiet

 

 

Die Grenzglashütte

 

Wie bereits oben erwähnt, hat die Glasherstellung in Bayerisch Eisenstein eine lange Tradition und unsere Schauglashütte in der Bahnhofsallee knüpft auf moderne Art an diese Tradition an.
Sie bietet allen Besucher die Möglichkeit, das Glashandwerk in all seinen interessanten Facetten hautnah zu erleben.

Bei den regelmäßigen Vorführungen verschiedener Glaskünstler kann man nicht nur die klassische Glasherstellung erleben, sondern auch die Produktion von faszinierenden Glasschmuckperlen oder filigranem Kunstglas.
Bitte entnehmen Sie die Termine der nächsten Glasmacher-Vorführungen unserem Veranstaltungskalender.

An die Schauglashütte schließt sich zudem eine Glasboutique mit Waldmanufakturen-Laden und ein Café mit Restaurant und einem gemütlichen Biergarten an.

 

 

Glasmachervorführung in der Grenzglashütte


Kontakt:
Bahnhofstraße 48
94252 Bayerisch Eisenstein
Tel.: +49 (0)9925 903302
Homepage

 

 

Die Glasstraße

 

Die Glasstraße in Ostbayern ist eine der schönsten Themen- und Ferienstraßen Deutschlands.

Sie führt vom „europäischen Bleikristallzentrum” Neustadt an der Waldnaab quer durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald bis zur Dreiflüssestadt Passau.

Mystik und Natur, Geschichte und Geschichten, Kunst und Kultur, Fantasie und Technik – all das können Sie auf den über 250 Kilometern dieser Themenstraße finden und erleben.
 


Neben den traditionellen Glashütten empfehlen sich Hersteller edler Trinkgläser, traditionellem Jugendstilglas, funkelnden Kronleuchtern und fantasievollem Lampenglas sowie viele Künstler mit neuen experimentellen Glasideen. In zahlreichen Museen, Galerien und Verkaufsausstellungen werden Ihre Eindrücke rund ums Glas vertieft.
Und so natürlich auch in Bayerisch Eisenstein, wo sich zahlreiche Nachweise früherer Glashütten finden lassen.
 

Logo Glasstraße

 

Der Gläserne Steig


Viel zu sehen gibt es auch auf beim Wandern entlang des Gläsernen Steiges.
 
Der landschaftlich reizvolle, knapp 100 km lange Weg, führt in sechs Etappen vom Lamer Winkel über das Arbergebiet und Bayerisch Eisenstein weiter ins Regental und durch den Nationalpark Bayerischer Wald bis nach Grafenau.
 
Zahlreiche ehemalige und noch produzierende Glashütten, sowie Zeugnisse der Glastradition liegen am Wegesrand und werden hier auf interessante Art und Weise "erwandert".

Routenführung Gläserner Steig:
Arrach - Engelshütt - Lambach - Buchet - Berghäusl - Eggersberg - Lohberg - Kleiner Arbersee - Mooshütte - Brennes - Bayerisch Eisenstein - Arberhütte - Regenhütte - Rabenstein - Theresienthal - Lindberg - Spiegelhütte - Buchenau - Oberfrauenau - Frauenau - Flanitzmühle - Althütte - Klingenbrunn - Spiegelau - Riedlhütte - Höhenbrunn - St. Oswald - Rosenau - Grafenau

 

 

Markierungszeichen des Gläsernen Steiges

 

Noch Fragen?
Selbstverständlich halten wir zu diesem Fernwanderweg auch entsprechendes Infomaterial bereit, welches wir Ihnen gerne kostenlos übersenden.
 

 

Der Glasmacherweg (CZ)

 

Als Pendant des Gläsernen Steiges in Deutschland, welcher auf 99 Kilometer durch die vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft des Bayerischen Waldes vom Lamer Winkel über Bayerisch Eisenstein und Zwiesel bis nach Grafenau führt und über die Geschichte der hiesigen Glasherstellung und das traditionelle Handwerk informiert, bietet der tschechische Glasmacherweg auf 36 km ebenfalls einen Blick in die Vergangenheit und beschäftigt sich entlang des Weges vor allem mit der Tafel- und Spiegelglas- Erzeugung des tschechischen Grenzgebietes.

 

Die ruhmreiche Geschichte der hiesigen Glashütten, sowohl im Böhmerwald, als auch im Bayerwald ist eng miteinander verbunden.
Denn während die Grafen Nothaft in Bayerisch Eisenstein 1691 die erste Glashütte gründeten und auch hier zur Blütezeit der Glasindustrie bis Ende des 19. Jahrhunderts in über 20 Hüttenwerken gearbeitet wurde, wurde auch auf tschechischer Seite fleißig hochwertiges Glas produziert.

Diese war für entfernte Märkte bestimmt, sei es für Abnehmer in Prag oder Nürnberg. 
Spiegelglas aus dem Gebiet um Železná Ruda wanderte vor allem im 18. und 19. Jahrhundert zur weiteren Verarbeitung und Veredelung nach Nordböhmen sowie in viele Spiegelraffinerien in Bayern. Fertige Spiegel gingen ähnlich wie Tafelglas noch weiter – nach Italien, auf die Halbinsel Pyrenäen, in die Türkei, und Überseeschiffe brachten Glas aus den hiesigen Glaswerken bis nach Amerika.


Im Frühjahr 1906 glühte dann auch der Glasofen in Elisenthal zum letzten Mal und im Jahr 1945 endete so auch in Železná Ruda der Betrieb der letzten Glasschleiferei.

 

 

Markierungszeichen des Glasmacherweges (CZ)

 

Verlauf Glasmacherweg (CZ)

 

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